Bilder in Kirchen sollen Glaubensinhalte anschaulich machen und spirituelle Erfahrungen ermöglichen. Sie werden, wie etwa Kreuzwegdarstellungen, auch liturgisch eingebunden.
Aus der Gewohnheit heraus, sie zu betrachten, fällt es schwer zu erkennen, dass es sich dabei um problematische Darstellungen handeln kann. Manche Bilder stehen in einer Tradition der Abgrenzung von der jüdischen Religion. Bei einigen sind die antjüdischen Aspekte offensichtlich, bei anderen eher subtil.
Nach vielen Jahrzehnten guter und positiver Aussöhnung und sehr freundlicher Zusammenarbeit mit jüdischen Gemeinden können solche Bilder nicht mehr unkommentiert stehen bleiben.
Wie kann mit dem schwierigen Erbe belasteter Bilder umgegangen werden? Je nach Rahmenbedingungen finden Kirchengemeinden unterschiedliche Wege.
Das Projekt „Spuren sichtbar machen“ sammelt in Nordrhein-Westfalen entsprechende Darstellungen. Im Online-Austausch sprechen Dirk Damm als Vertreter dieses Projekts sowie Tim Lindfeld über die Situation im Bistum Aachen. Beide kommen mit den Teilnehmenden über die Thematik ins Gespräch.