Rahmenprogramm zum Internationalen Karlspreis zu Aachen 2026:„Das beste Angebot für Europa“

Ein gutes Gespräch und ein engagierter Austausch mit den Gästen blickte auf die Situation, Geschichte und Zukunft der Religion in Europa, auf die Unterscheidbarkeit religiöser Rede von anderen Formen der Sprache und natürlich auf die Auseinandersetzung zwischen dem US-amerikanischen Papst und dem US-amerikanischen Präsidenten. In dem Zusammenhang erhielt der Beitrag von Armin Nassehi zur Wahl des Papstes Leo XIV. aus dem Mai 2025 neues Gewicht.
"'Europa hat der Welt einiges zu bieten. Es ist eine Region, in der Säkularisierung und Religiosität zusammengedacht werden.' Armin Nassehi, habilitierter Soziologe, Vizepräsident der Ludwig-Maximilian-Universität München und Buchautor, brachte es damit bei der Veranstaltung im Rahmen des Karlspreisprogramms in der Akademie des Bistums Aachen schon in seiner ersten Einlassung auf den Punkt. Unter dem Thema 'Das beste Angebot für Europa – Christentum und Kirchen mit ihren Beiträgen zu einer wertegeleiteten Welt' ging es im Gespräch mit Armin Laschet, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums und des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, um die Haltung angesichts existenzieller Herausforderungen wie Krieg, Verteidigungsfähigkeit, Klimakrise oder Künstliche Intelligenz. Und das in einer Zeit schwindender Werte und deutlich nachlassenden Einflusses von Religiosität im europäischen Raum."
Rudolf Schroeder, Aachener Zeitung, 19. April 2026
Hinweis
In der Printausgabe der Aachener Zeitung erschien der Artikel am Montag, 20. April 2026, mit einer falschen Beschreibung der Biographie von Prof. Dr. Armin Nassehi. In der Onlinefassung wurde diese Aussage korrigiert.