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Aufregender Tag für Aachen und die Akademie:Evakuierung überstanden

In einer Baustelle gefundene Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.
Am Abend sind wieder Gäste und Leben im Haus. Am Morgen mussten wir alle hinausbitten.
Datum:
22. Jan. 2026
Von:
Angela Reinders

Kurz vor Ende des Arbeitstages in der Akademie erreichte uns am gestrigen Mittwoch die Nachricht eines Bombenfundes in der Franzstraße. Viele unserer Gäste kennen die Straße hinter dem historischen Marschiertor nahe unserer Akademie: Dorthin führt viele der Weg, die bei ihrem Aufenthalt hier noch schnell ein Päckchen Printen kaufen möchten. 

Genau dieser Bäckerei gegenüber wurde bei Bauarbeiten eine amerikanische Fliegerbombe gefunden, 250 kg schwer. Schnell war klar, dass evakuiert werden müsste und dass auch unsere Akademie in den Kreis hineingehörte, in dem diese Maßnahme nötig war. 

Zum Glück konnten wir noch alle Gäste informieren, die bei uns einen Tagungsraum oder Gästezimmer für heute gebucht hatte. 

Wir sind sehr froh, dass alle den Ernst der Lage schnell erfassten und auch kooperativ bei allen Überlegungen mitwirkten, was jetzt zu tun sei. Zwei größere Gruppen fanden mit kleiner Unterstützung Ausweichräume.

Es war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht ganz klar, wann die Evakuierung stattfinden müsste, wie lange sie dauern sollte. 

Am frühen Morgen war daher nur eine Notbesetzung im Haus, um mit Hochdruck zu regeln, was mit der dann bekannten detaillierten Information zu regeln war. Die Übernachtungsgäste mussten wir nicht hungrig wegschicken, sie konnten noch bei uns frühstücken und dann in eine andere Einrichtung unseres Bistums wechseln. 

Um 9 Uhr sollten Einsatzkräfte von Haus zu Haus gehen, um zu prüfen, ob sich niemand mehr im Kreis von 400 Metern um den Bombenfund herum befindet. Wir konnten allerdings dem Krisenstab der Stadt schon melden, dass bei uns niemand mehr nachsehen muss, alle Räume und Zimmer waren leer. 

Gegen 14:45 Uhr kam dann die entlastende Nachricht: Die Bombe ist entschärft. Wir konnten alle aufatmen, vor allen Dingen für diejenigen, die direkt damit und daran hantieren müssen, es bleibt ja immer ein Rest Unsicherheit. Schnell ging es wieder in die Akademie, um nach dem Rechten zu sehen und auch, um am Ort zu sein, wenn wieder die ersten Übernachtungsgäste eintreffen. 

Die sind schon glücklich in ihren Zimmern und können einen gemütlichen Abend im "Himmelreich" planen. 

Gut begleitet vom den Krisenstab

Schon am Abend erreichte uns die Nachricht aus dem Krisenstab der Stadt Aachen und gleich früh morgens wieder ein Anruf. Die Information durch die Stadt war schon kurze Zeit nach der ersten Meldung vorbildlich.

Wir danken für die gute Begleitung und wünschen nun eine ruhige Nacht. 

Bombe erfolgreich entschärft: Information der Stadt Aachen

Donnerstag, 22. Januar, 14.42 Uhr

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat die amerikanische Fliegerbombe gegen 14.30 Uhr erfolgreich entschärft. Nach Verladen der Bombe können die evakuierten Anwohnenden in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

Die Aureliusstraße bleibt für Fahrzeuge noch bis 15.30 Uhr gesperrt, damit die Bewohner*innen in das ansässige Altenheim von Feuerwehr und Hilfsorganisationen zurück gebracht werden können.

Die Bombe mit einem Gewicht von 250 Kilogramm wurde gestern Nachmittag (21. Januar) bei Bauarbeiten auf Höhe der Franzstraße 58 auf einem Baugrundstück gefunden.

Daher wurde am Morgen ein Bereich im Radius von 400 Metern um die Bombe herum geräumt. Betroffen waren rund 6.200 Personen. Insgesamt hatten sich ungefähr 200 Menschen in der Betreuungsstelle im Businessbereich des Tivoli eingefunden. Die ASEAG fährt die Betroffenen aus dem Tivoli bis 15.30 Uhr kostenlos zurück zum Bushof und zur Normaluhr.

Vor Ort waren 182 Kolleg*innen der Feuerwehr im Einsatz. Diese unterstützen gemeinsam mit 118 Kräften von Hilfsorganisationen und einer Vielzahl Polizist*innen die 65 Kolleg*innen des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung bei der Evakuierung des Gebiets.