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Drittes Kolloquium der „Jungen Wissenschaft“ in der Akademie des Bistums Aachen:Interdisziplinarität als roter Faden

Gruppenbild von Teilnehmenden an einem wissenschaftlichen Kolloquium
Mit einer zweitägigen Tagung am 23. und 24. Februar 2026 zum Verhältnis von Religion und Moderne setzte die Görres-Gesellschaft ihre Zusammenarbeit mit unserer Akademie fort. Als „roter Faden“ der Tagung stellte sich die Interdisziplinarität der Vorträge und Diskussionen dar.
Datum:
2. März 2026
Von:
Martin Barth, Görres-Gesellschaft

So stellte Marie Winkelmüller-Urechia aus Tübingen zu Beginn der Tagung ihre Arbeiten zu sogenannten “altrömischen Messgesängen” vor, die eine Verknüpfung von theologischen mit kirchengeschichtlichen Fragestellungen aufweisen. Grigori Khislavski aus Erfurt trug seine Überlegungen zu “Russland als der Katechon” vor, die aktuelle politische Vorgänge mit kirchengeschichtlichen Überlegungen verbanden. Benedikt Heider aus Bonn wiederum schilderte in seinem “Mauer des Schweigens mit offenen Fenstern” betitelten Vortrag den Umgang des Zweiten Vatikanische Konzils mit den Medien, der Diuskussionsanstöße zum Umgang der Katholischen Kirche mit Medien und Öffentlichkeit heute anstieß. Mit Ümmü Zor aus Bonn trug eine muslimische Orientwissenschaftlerin zur Polygamiefrage und daran anknüpfend zu modernen Weiblichkeitskonzepten im Islam vor.

Bereits zum dritten Mal fand dieses akademische Kolloquium statt - wir freuen uns auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit und die Tagung zu Beginn des Jahres 2027. 

Dank an die Mentor:innen

Ein großer Dank gilt den Mentor:innen, die mit Ihrer Kompetenz die Veranstaltung begleiteten: Prof. Dr. Sibylle Trawöger von der RWTH Aachen University, Prof. Dr. Patrick Peters von der Allensbach Hochschule sowie Dr. Knut Wormstädt, ebenfalls von der RWTH Aachen. 

Sämtliche Vorträge der Tagung

Junge wissenschaftlich Tätige sitzen an Tischen und hören einem Vortrag zu.

Die so genannten altrömischen Messgesänge als Quelle für die päpstliche Stationsliturgie
Marie Winkelmüller-Urechia, Tübingen

Russland als der Katechon
Grigori Khislavski, Erfurt

Die Polygamiefrage in der (Post-)Tanzimat-Periode und moderne Weiblichkeitskonzepte
Ümmü Zor, Bonn

Die Liebe in der Wahrheit (Love in Truth)
Lea Amodio, Rom

Mauer des Schweigens mit offenen Fenstern: Das Zweite Vatikanische Konzil und die Medien
Benedikt Heider, Bonn

Die stadträumliche Konsequenz gelebter Religionsfreiheit 
Beate Löffler, Dortmund

The Literacy and the Catholic Material Culture of Germans and Flemings in 17th-Century Rome
Simone Andreoni, Rom

Das politische Denken von Generaloberst Hans von Seeckt
Lars Hendrik See, Bonn

„pure, simpliciter, corde et animo“ - Bischof Henry Maret (1805–1884) und die Papst-Dogmen des Ersten Vatikanischen Konzils 
Felix Maier, Tübingen

Abendvortrag zu Joseph Görres von Prof. Dr. Patrick Peters

Zwei Männer an einem Rednerpult, einer davon ist der Buchautor Patrick Peters, der andere ein Studienleiter der Akademie.

Eingebettet in die Veranstaltung war ein öffentlicher Vortrag am Abend des 23. Februar 2026 aus Anlass des 250. Geburtstages von Joseph Görres, der am 25. Januar 1776 in Koblenz geboren wurde. Peters entwarf ein höchst facettenreiches Lebensbild und trug Passagen aus seiner Biographie “Joseph Görres - Mit spitzer Feder für die Freiheit” vor, die 2025 im Verlag Kohlhammer erschien. 

Den Vortrag können Sie auf der Seite der Goerres-Gesellschaft abrufen.

Ein Mann steht an einem Rednerpult, es ist Dr. Martin Barth von der Görres-Gesellschaft in Bonn. Hinter ihm ein Rollup mit einer gezeichneten Eule aus dem Logo der Goerres-Gesellschaft.

Im Anschluss referierte Dr. Martin Barth von der Görres-Gesellschaft in Bonn kurz über Geschichte und Zielsetzungen der Görres-Gesellschaft.