Akademieausflug:Teamtag in der Wasserburg Rindern


Da saßen wir nun, im Gasthof „Zur Linde“ in Sonsbeck. Das war so nicht geplant. Aber alle hatten erstaunlich gute Laune. Kein Wunder: Der Tag war bisher so schön gewesen. Einige Kolleginnen und Kollegen holten Zettel heraus, um „Stadt – Land – Fluss“ zu spielen. „Aber ich kenne nicht alle deutschen Städte und Flüsse“, äußerte eine Kollegin aus dem Team Hauswirtschaft erst Bedenken. „Das macht nichts, dann nimmst du einfach die aus deiner Heimat.“
In der guten, alten Gaststätte kannten alle einander. Wir fielen auf und bald wusste das ganze Lokal: Bei einer Cola, einem Wasser oder einem Tee warteten wir auf den Bus, und zwar auf den Ersatzbus, der erst eineinhalb Stunden aus Aachen anfahren musste, um uns nach Aachen zu bringen.

Dieser unerwartete Aufenthalt war, vor der dann geglückten Rückfahrt, das „Finale“ unseres wunderbaren Teamtags am 3. Juni 2026.
Es hatte Wünsche an diesen Tag gegeben: Wir wollten ein Ziel ansteuern, wo es etwas zu sehen gibt, und nach Möglichkeit ein vergleichbares Haus, um einmal anderen über die Schulter zu schauen: Wie machen sie es dort? Zudem sollte es etwas sein, das dem Miteinander im gesamten Hausteam gut tut.
Die Wahl fiel auf die Wasserburg Rindern. Dieses Tagungshaus im Süden des Bistums Münster ist in einem Herrensitz am unteren Niederrhein bei Kleve beheimatet und dient seit 1956, also dem Jahr auch der Gründung unserer Akademie, als Sitz der „Katholischen Heimvolkshochschule Wasserburg Rindern“, heute „Katholisches Bildungszentrum Wasserburg Rindern“.

Malerisch zwischen „Kolken“, also Naturteichen, erbaut, die sogar mit Ruderbooten befahren werden können, bietet das Gelände Raum für Brandgänse und Schwäne, Schildkröten und Pferde …

Wir genossen das sehr, nach einem Begrüßungskaffee auf den Rundwegen zu spazieren, auch die eindrucksvolle Kapelle aufzusuchen und anschließend gemeinsam das lecker zubereitete Mittagessen einzunehmen.

Dann setzten wir uns mit dem Kollegium in Rindern zusammen, erst in großer Gruppe und dann teamweise: die Küche, die Hauswirtschaft, die Verwaltung und das Belegmanagement, auch diejenigen, die das Bildungsprogramm zusammenstellen. Für den Austausch sind wir sehr dankbar, das war bereichernd und inspirierend. Nach etwa 90 Minuten hatten wir bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen auf der Seeterrasse einander viel zu berichten.
So gestärkt, stiegen wir anschließend in den Bus ein und tauschten uns aus, über den Tag, über das, was wir auch voneinander neu erfahren hatten, und einige machten auch leise die Augen zu. Mitten da hinein leuchtete 30 Kilometer hinter Rindern eine Warnlampe auf. Der Fahrer, der uns schon sicher nach Rindern gebracht hatte, schaffte es, den Bus an der nahegelegenen Ausfahrt von der Autobahn herunter auf einen kleinen Parkplatz zu lenken.
Dort musste er auf den Abschleppwagen warten, war aber einverstanden, dass wir einen knapp halbstündigen Spaziergang unternahmen: nach Sonsbeck, ins Gasthaus „Zur Linde“. Von dort aus kamen wir schließlich auch wieder sicher in Aachen an.