Die Aufgabe des Gedenkbuchprojektes für die Opfer der Shoah aus Aachen e.V. ist es, die Namen ehemaliger Aachener Bürger:innen zu finden und zu veröffentlichen, die in der Zeit der zwischen Hitlers Machtergreifung am 30. Januar 1933 und der Befreiung Aachens durch die Amerikaner am 21. Oktober 1944 in Aachen gelebt haben und durch die Nationalsozialisten ermordet worden sind. Vornehmlich handelt es sich um Menschen jüdischen Glaubens.
Im Laufe der Nachforschungen sind dazu bisher historische Dokumente und Bücher ausgewertet worden. Ein weiterer Teil der Arbeit besteht in der Kontaktaufnahme mit Zeitzeugen und Überlebenden. Das Projekt versammelt Informationen über das tägliche Leben der Betroffenen, deren Familiengeschichte, persönliche Erinnerungen und Erfahrungen. Die Ergebnisse der bisherigen Recherchen sind in einem Gedenkbuch festgehalten. Eine erste Ausgabe mit 680 Namen erschien im Jahr 2005, aktuell ist die Ausgabe aus dem Jahr 2019.
Das Aachener Gedenkbuch wird kontinuierlich fortgeschrieben und behält so seinen unabgeschlossenen Charakter noch über Jahre. Es fordert eine persönliche Beschäftigung jedes Einzelnen mit dem Thema und ist ein Appell für eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen Folgen.
Auch bei Alemannia Aachen wurden während der NS-Zeit jüdische Vereinsmitglieder ermordet. Ihre Namen lauten Max Salomon, Eduard Levy, Fritz Moses, Dagobert Pintus, Robert Salomon, Hans Silberberg und Erich André. Ein Teil ihrer Geschichten ist bereits im Gedenkbuchprojekt verarbeitet.
Es stehen Biographien aus, die auf diese Weise auf ihre Verarbeitung warten, Lebensgeschichten, die gehoben und für die Nachwelt zu ihrer Erinnerung erzählt werden.
Das Wochenende widmet sich in der Begegnung der Aachener Lebensgeschichten und der Fußballgeschichten, in der Auseinandersetzung mit der Historie und mit künstlerischen Zugängen der weiteren Aufarbeitung des dunklen Kapitels der Geschichte, das sich in Deutschland und auch anderswo nie wiederholen darf.
Den Beginn macht die Eröffnung der Ausstellung "Von Papenburg nach Neuruppin: Zyklus für Maria. Werke von Hannah Bischof".
Kooperation mit dem Gedenkbuchprojekt Aachen, dem Stadtarchiv Aachen, TSV Alemannia Aachen und Fanprojekt Aachen.