Für die Menschen in Europa war Grönland um 1750 terra incognita – ein weißer Fleck auf den Landkarten. Über die Inuit, die indigene Bevölkerung der von Dänemark kolonisierten Arktis, wusste man sehr wenig. Nur 50 Jahre später hatte sich dies grundlegend geändert: Grönland und die Inuit waren in Europa bestens bekannt.
Wie kam es zu diesem massiven Wissenszuwachs? Der Vortrag blickt zunächst darauf, wie zwei prominente protestantische Missionare Wissen über Grönland sammelten und verbreiteten:
- Hans Egede (1686–1758), lutherischer Pfarrer und Gründer der Stadt Nuuk, schrieb mehrere Bücher über Grönland.
- David Cranz (1723–1777), Mitglied der Herrnhuter Brüdergemeine, gelang 1765 mit seiner "Historie von Grönland" ein Bestseller, der in viele Sprachen übersetzt wurde.
Welches Bild zeichneten die beiden Missionare? Beschrieben sie die Inuit als "wilde, barbarische Menschen" oder als ein sanftes, stilles Volk?