Welche Pigmente kannte das Mittelalter, welche Farben kamen in der Frühneuzeit hinzu, seit wann gibt es industriell hergestellte Farben. Kenntnisse über den historischen Gebrauch von Farben, die man Malereitraktaten entnehmen kann aber auch den Rechnungsbüchern von Apothekern, die häufig mit Pigmenten handelten, geben Aufschluss. Dies hilft bei einer ersten Altersbestimmung von Gemälden, die auf unterschiedliche Weise vorgenommen werden kann. Es gibt heute verschiedene Untersuchungsmethoden, mit denen man aus der chemischen Zusammensetzung der Farbe Rückschlüsse auf die verwendeten Pigmente oder sogar Bindemittel ziehen kann. Solche Methoden haben sich in den letzten Jahrzehnten zu den traditionellen fotografischen Untersuchungsmethoden (Röntgen/Infrarot) gesellt, die schon vor Mitte des vorigen Jahrhunderts zur Identifikation von Fälschungen zum Einsatz kamen. Till-Holger Borchert stellt die historischen und modernen Pigmente vor und erklärt die unterschiedlichen Untersuchungsmethoden.
Die Veranstaltungsreihe wird eingeführt mit den Veranstaltungen
- Original oder Fälschung?, 22.10.2026
- Skulptur und Kunsthandwerk, 03.12.2026
und abgeschlossen mit der Veranstaltung
Anmeldung für alle Veranstaltungen: hier.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Suermondt-Ludwig-Museum statt.