Beschreibung
Das Markusevangelium legt dem sterbenden Jesus diesen Ruf der Verlassenheit in den Mund. Für den Autor ist dieser Psalm offenbar ein Schlüssel zum Verstehen von Tod und Auferstehung Jesu, und zwar der ganze Psalm mit der auch sprachlich erstaunlichen Wende, die er dem Beter im Vers 22 zumutet. Mehr noch, Psalm 22 ruft für jüdische Menschen, die das Psalmenbuch lesen, die vorangehenden und folgenden Psalmen in den Sinn, mit denen zusammen er zu einem inneren Weg einlädt und sogar einen messianischen Klang bekommt.
An den drei Abenden wird der hebräische Text von Psalm 22 mit der Übersetzung von Martin Buber und Franz Rosenzweig gelesen. Auch Teilnehmende mit geringen Hebräischkenntnissen und alle, die neu einsteigen möchten, sind willkommen.