Falsch, Fälscher, Fälschungen: die Kunst der Fälschung – die Fälschung der Kunst

Skulptur und Kunsthandwerk

Nahezu perfekt gemachte Fälschungen im Bereich mittelalterlicher Skulpturen lassen die Kunstwissenschaft in manchen Fällen verzweifeln. Die talentierten und gut ausgebildeten Schnitzer erzeugten vor allem im 19. Jahrhundert Kopien, die heute kaum von den Originalen zu unterscheiden sind. Nur ein geübtes Auge, der Blick durchs Mikroskop oder naturwissenschaftliche Untersuchungen können hier Aufschluss geben.

Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen; Foto: Stephan Kube
© Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen; Foto: Stephan Kube

Beschreibung

Gerade im 19. und frühen 20. Jahrhundert erzeugen Holzbildhauer bzw. ganze Schnitzerwerkstätten täuschend "echte" Kopien von mittelalterlichen Skulpturen. Oftmals ist das spätere Werk nur unter dem Mikroskop zu entlarven. So entfährt schon mal Kunstwissenschaftler:innen angesichts der unsicheren Datierung der anerkennende und zugleich tadelnde Ausruf: "Verdammtes 19. Jahrhundert!"

Besonders Bildhauerrestauratoren stellten während der konservatorischen Bearbeitung von Flügelaltären und Einzelskulpturen in Kirchen Kopien von Objekten her, behielten die Originale und bauten die neugefertigten "Zwillinge" ein. Daneben gab es vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren "romantische" Nachempfindungen, die als Schmuck für den bürgerlichen Haushalt gefertigt wurden. In hohem Maße fälschungsanfällig waren Stücke des Kunstgewerbes, wie z. B. Hohlglas, Elfenbeinschnitzereien, Möbel, Gold- und Silberschmiedewerke. 

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Suermondt-Ludwig-Museum statt.

Die Veranstaltungsreihe wird eingeführt mit der Veranstaltung
  • Original oder Fälschung?, 22.10.2026
und fortgesetzt:
  • Skulptur und Kunsthandwerk, 03.12.2026    
  • Malerei und Fälschungstechniken, 14.01.2027    
  • Grenzfälle, 18.02.2027
Anmeldung für alle Veranstaltungen: hier.

Kosten

Diese Veranstaltung können wir kostenfrei anbieten. Der Eintritt ins Museum ist kostenpflichtig.