Gerade im 19. und frühen 20. Jahrhundert erzeugen Holzbildhauer bzw. ganze Schnitzerwerkstätten täuschend "echte" Kopien von mittelalterlichen Skulpturen. Oftmals ist das spätere Werk nur unter dem Mikroskop zu entlarven. So entfährt schon mal Kunstwissenschaftler:innen angesichts der unsicheren Datierung der anerkennende und zugleich tadelnde Ausruf: "Verdammtes 19. Jahrhundert!"
Besonders Bildhauerrestauratoren stellten während der konservatorischen Bearbeitung von Flügelaltären und Einzelskulpturen in Kirchen Kopien von Objekten her, behielten die Originale und bauten die neugefertigten "Zwillinge" ein. Daneben gab es vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren "romantische" Nachempfindungen, die als Schmuck für den bürgerlichen Haushalt gefertigt wurden. In hohem Maße fälschungsanfällig waren Stücke des Kunstgewerbes, wie z. B. Hohlglas, Elfenbeinschnitzereien, Möbel, Gold- und Silberschmiedewerke.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Suermondt-Ludwig-Museum statt.
Die Veranstaltungsreihe wird eingeführt mit der Veranstaltung
- Original oder Fälschung?, 22.10.2026
und fortgesetzt:
- Skulptur und Kunsthandwerk, 03.12.2026
- Malerei und Fälschungstechniken, 14.01.2027
- Grenzfälle, 18.02.2027
Anmeldung für alle Veranstaltungen:
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