Beschreibung
Die bekannte Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium übernimmt fast wörtlich Teile aus der alttestamentlichen Erzählung von Hagar. Als Sarai, die Frau Abrahams, keine Kinder bekommen kann, wird ihre ägyptische Sklavin Hagar zur Ersatzmutter.
Hagar wird schwanger, doch Sarai misshandelt und drangsaliert sie. Hagar flieht in die Wüste. An einer Wasserquelle erscheint ihr der Bote Gottes und verkündet die Geburt ihres Sohnes Ismaels. Hagar bringt Ismael, den erstgeborenen Sohn Abrahams, zur Welt. Die Tradition betrachtet ihn als Stammvater der arabischen Stämme.
Den alttestamentlichen Wurzeln der Weihnachtsgeschichte – auch in interreligiöser Perspektive – und ihrer Bedeutung für uns gehen wir in den letzten Tagen vor dem Fest nach.
Die Theologie der biblischen Texte steckt oft in Begriffen, Wortspielen und Namen, die sich in der deutschen Übersetzung kaum sinnvoll wiedergeben lassen, deshalb lesen wir die Texte in der hebräischen Ursprache zusammen mit der deutschen Übersetzung von Martin Buber und Franz Rosenzweig. Auch Teilnehmende mit geringen Hebräischkenntnissen sind herzlich willkommen.
Alle Termine:
Montag, 18.30-20.00 Uhr
Dienstag, 18.30-20.00 Uhr
Mittwoch, 18.30-20.00 Uhr
Referent Dr. Klaus Kiesow ist Theologe und Alttestamentler und pensionierter Lehrer für Hebräisch, Religion und Philosophie. Er war viele Jahre in der Lehrer:innenausbildung tätig und arbeitete in mehreren Fachkommissionen für die Schulfächer Jüdische Religionslehre und Hebräisch mit.