Diese Veranstaltung findet online an fünf Terminen statt.
Sommerlektüre im Akademiegarten:Die Neugestaltung des Nahen Ostens

Die großen Umbrüche der hundert Jahre zwischen 1850 und 1950 sind Ursprung für ungelöste Konflikte, die die Region bis heute auf vielfältige Weise prägen.
Es war die Zeit großer Pläne, als man von Berlin aus mit dem Zug bis Medina im heutigen Saudi-Arabien reisen konnte. Ideen aus Europa zu nationaler Identität, neuen Gesellschaftsformen, Wissenschaft, Industrie und Handel forderten das seit vielen Jahrhunderten bestehende Osmanische Großreich heraus, während das europäische Interesse am Orient wuchs.
Während des Ersten Weltkrieges kämpften arabische Stämme an der Seite Frankreichs und Großbritanniens gegen das Osmanische Reich für einen unabhängigen arabischen Staat. Doch mussten sie bald feststellen, das die europäischen Mächte die Region längst in eigene Einflusssphären aufgeteilt hatten.
Aus der Hoffnung auf Rückbesinnung auf islamische Werte gesellschaftliche Probleme lösen zu können, wurde eine zunehmend politische religiöse Bewegung.
Gleichzeitig träumten auch jüdische Menschen, die sich in Europa zunehmend der Verfolgung ausgesetzt sahen, von einer eigenen Nation auf biblischem Gebiet. Von den Briten wurden sie dabei aus strategischem Interesse unterstützt.
Die europäischen Kolonien konnten sich nicht lange halten. Doch statt eines geeinten arabischen Raumes, für den man gekämpft hatte, entstanden einzelne arabische Staaten. Deren Grenzverläufe hatten die Kolonialmächte meist völlig willkürlich gezogen. Am Ende einte nur noch der gemeinsame Feind im neugegründeten Israel, wo viele nach ihrer Flucht gerade erst eine neue Heimat gefunden hatten.
Kursinhalt und Termine
Im Kurs werden ausgewählte Originalquellen gelesen: Verträge, Romane, Reden, Briefe und zeitgenössische Analysen. Sie schildern jeweils die Ereignisse aus sehr unterschiedlichen Perspektiven: Siege und Niederlagen, Hoffnungen, Sehnsüchte und Enttäuschungen.
Die Seminartermine finden im Akademiegarten statt. Bei unpassendem Wetter steht ein Akademieraum zur Verfügung.
Alle Termine:
16. April 2026
26. April 2026
30. April 2026
7. Mai 2026
21. Mai 2026
28. Mai 2026
11. Juni 2026
18. Juni 2026
25. Juni 2026
2. Juli 2026
9. Juli 2026
16. Juli 2026
Organisatorisches
Veranstalterin
Akademie des Bistums Aachen
Leitung
Katrin Rieger, Studienleiterin, Akademie des Bistums Aachen
Gabriel Rolfes, Studienleiter, Akademie des Bistums Aachen
Frederik Fuß, Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS), Katholische Hochschule NRW
Kosten
72,00 €* Tagungsbeitrag (für zwölf Termine)
Für Schüler:innen, Studierende und Auszubildende (bis zur BAföG-Fördergrenze, das Studium oder die Ausbildung wurde also vor Vollendung des 45. Lebensjahres begonnen) ist die Teilnahme kostenfrei.
Anmeldung
Bitte melden Sie sich über das Anmeldeformular auf dieser Seite an.
Bei Rückfragen erreichen Sie uns unter:
0241 47996-25
Akademie des Bistums Aachen
Leonhardstraße 18-20
52064 Aachen
Anmeldeschluss: 09.04.2026
Alles rund um die Anmeldung und die Stornierung finden Sie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.