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Meine Mutter, das Schweigen der Kriegskinder und das Sprechen vor dem Sterben - Lesung und Gespräch (kostenfrei mit Jubiläumsticket):Jürgen Wiebiecke, Sieben Heringe

„Ich weiß, wie wenig selbstverständlich es ist, dass das Gespräch zwischen den Generationen am Lebensende glückt“ (Jürgen Wiebicke).
Foto: Mutter mit Kind im Kinderwagen, es zeigt den Autor Jürgen Wiebicke und ist das Cover seines Buches über die Geschichte seiner Mutter, 'Sieben Heringe' (als Schrift über dem Bild).
Datum:
Mittwoch, 11. November 2026 19:00 - 21:00
Art bzw. Nummer:
A 39949
Ort:
Akademie Aachen
Leonhardstraße 18-20
52064 Aachen
Foto: Mutter mit Kind im Kinderwagen, es zeigt den Autor Jürgen Wiebicke und ist das Cover seines Buches über die Geschichte seiner Mutter, 'Sieben Heringe' (als Schrift über dem Bild).

Was wissen Kriegsenkel wirklich über das Leben der eigenen Eltern, der Kriegskinder? Wann ist der richtige Zeitpunkt, zum Archäologen des eigenen Lebens zu werden und die Eltern zu befragen? Jürgen Wiebicke folgt den Berichten seiner Eltern. Konfrontiert mit dem Tod sind sie von einer radikalen Offenheit getrieben und wollen ihre Erlebnisse nicht mehr für sich behalten.

"Man hat den Tod eines Menschen mit dem Brand einer Bibliothek verglichen. Bestimmte Geschichten können anschließend nicht mehr erzählt werden. In dieser Hinsicht ist der Tod ein einziger Skandal, ein großer Vernichter."

Als sich für die Mutter von Jürgen Wiebicke das Lebensende abzeichnete, wollte er es besser machen als beim Tod des Vaters. Mit beiden führte er Gespräche über deren Leben und Erfahrungen, in dieser Intensität zum ersten Mal. Er tat dies, damit die Erlebnisse der Generation, die Krieg und Nationalsozialismus als Jugendliche miterlebt hat, nicht mit dem Tod verschwinden. Doch nur bei der Mutter schrieb er mit.

Alles aufzuschreiben scheint besonders wichtig, weil die Geschichtsleugner und Hassbereiten wieder aus den Löchern kriechen, während die letzte Generation der Zeitzeugen abtritt. Liegt das auch daran, dass Zyklen von Krieg und Frieden mit verblassender Erinnerung zusammenhängen? Jürgen Wiebicke erzählt exemplarisch von einer Generation, die den Krieg mit voller Wucht abbekam, und zieht Parallelen zur heutigen Zeit.

Er schreibt damit auch über das Sterben und den Tod in der heutigen Gesellschaft, für die der Umgang mit dem Thema Endlichkeit immer problematischer wird.

Zum Autor

Porträt eines Mannes, es zeigt den Journalisten und Autor Jürgen Wiebicke.

Der Journalist Jürgen Wiebicke moderiert seit etwa zwanzig Jahren wöchentlich "Das philosophische Radio" auf WDR 5. Er zeigt, dass es bei den Krisen dieser Zeit ein Mittel gibt gegen die Angst: das Denken. Sein Buch "Emotionale Gleichgewichtsstörung“ erschien im Jahr 2023, "Erste Hilfe für Demokratie-Retter" im Jahr 2024. 

Organisatorisches

Veranstalterin

Akademie des Bistums Aachen 

 

Leitung 

Martin Stankewitz, Akademie des Bistums Aachen, Studienleiter

 

Referent

Jürgen Wiebicke, Journalist und Schriftsteller

 

Kosten

12,00 €** / 8,00 €* Tagungsbeitrag

* Die Ermäßigung gilt für Schüler:innen, Studierende und Auszubildende (bis zur BAföG-Fördergrenze, das Studium oder die Ausbildung wurde also vor Vollendung des 45. Lebensjahres begonnen), Bundesfreiwilligendienste sowie Empfänger:innen von Grundsicherung und Arbeitssuchende. Bitte legen Sie einen Nachweis zu Beginn der Veranstaltung vor.

Den Tagungsbeitrag zahlen Sie bitte bei Ankunft an der Rezeption, bar oder per EC-Karte (keine Kreditkarten).

 

**kostenfrei mit Jubiläumsticket

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich über den Anmeldelink an. 

Bei Rückfragen erreichen Sie uns unter:

0241 47996-33

ichnehmeteil@bistum-aachen.de 

Akademie des Bistums Aachen 
Leonhardstraße 18-20
52064 Aachen

Anmeldefrist: 04.11.2026

Alles rund um die Anmeldung und die Stornierung finden Sie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.