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Reihe: Tief im Osten, tief im Westen:Was macht gute Arbeit aus? Gleiche Arbeit, andere Bedingungen: Ost und West im Dialog

Wenn am 1. Mai die Gewerkschaften zu Kundgebungen aufrufen, begeht die katholische Kirche den Feiertag des heiligen Josef, des Arbeiters.
Josef, vielfach vorgestellt als einfacher Zimmermann und Familienvater, steht als Symbol für die Würde der Arbeit und der arbeitenden Menschen. Denn Arbeit meint in der Katholischen Soziallehre nie nur Lohnerwerb, sondern wird mit Blick auf das Wohlergehen aller Menschen in der Arbeitsgesellschaft ganzheitlich gedacht. In einem aktuellen Positionspapier der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der deutschen Bischofskonferenz heißt es:
„Arbeit ist ein Teil des menschlichen Daseins und zugleich die Voraussetzung für die Gestaltung unserer Welt. Zentral ist dabei die Betonung der personalen Würde des arbeitenden Menschen. In Ableitung davon ist auch die Rede von der Würde einer jeden Arbeit.“
Nachdem lange Zeit vor allem der Arbeitsmarkt in Ostdeutschland unter Transformationsdruck stand und Ostdeutsche in den westlichen Bundesländern nach Arbeit suchen mussten, sorgen sich Arbeiterinnen und Angestellte gegenwärtig deutschlandweit aufgrund der stagnierenden Konjunktur und der rasch zunehmenden Verwendung der Künstlichen Intelligenz um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. Zugleich mehren sich Stimmen, die den Charakter von Arbeit als Pflicht betonen und vermeintliche „Arbeitsverweigerer“ stärker sanktionieren wollen.
Höchste Zeit also, ganz grundsätzlich zu fragen, was eigentlich (gute) Arbeit ausmacht, welche normativen Bilder in Ost wie West in den Köpfen vorherrschen und was es braucht, dass auch zukünftig in Stadt wie Land viele Menschen eine gute Arbeit finden.
Im Gespräch
Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer ist Lehrstuhlinhaberin für Christliche Gesellschaftslehre an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Freiburg.
Daniela Kolbe ist seit Ende Januar 2026 Bezirksvorsitzende des DGB in Sachsen.
Tief im Osten, tief im Westen - die Reihe
Dresden und Aachen: Beide Städte markieren die Standorte der westlichsten und der östlichsten Katholischen Akademie der Bundesrepublik. Im Wissen um die Geschichte der deutsch-deutschen Teilung und Wiedervereinigung nimmt die Reihe die Themen in den Blick, die für die Gestaltung der Zukunft im "doppelten Dreiländereck" relevant sind.
Organisatorisches
Veranstalterinnen
Akademie des Bistums Aachen
Katholische Akademie Bistum Dresden-Meissen
Leitung
Dr. Jonatan Burger, Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen, Referent
Gabriel Rolfes, Akademie des Bistums Aachen, Studienleiter
Kosten
Die Veranstaltung können wir kostenfrei anbieten.
Anmeldung
Anmeldeschluss: 28.08.2025
Bei Rückfragen erreichen Sie uns unter:
0241 47996-25
Akademie des Bistums Aachen
Leonhardstraße 18-20
52064 Aachen