Beschreibung
Dabei ging es nicht nur um gesellschaftspolitische Gerechtigkeit, sondern vor allem auch um den Dialog der Religionen. Begegnungen mit Muslimen und Juden wurden bewusst gestaltet und fanden in der Friedenskonferenz in Jerusalem einen zentralen Ausdruck. Wie Pilgern nach Jerusalem - das Juden, Christen und Muslimen je in unterschiedlicher Weise heilig ist - als Beitrag zur Verständigung der Religionen zu gestalten ist, hat die vier Pilger beschäftigt.
Pilgern auf unbeschrittenen Pfaden in den Orient ist ein Abenteuer, sich auf einfachste Lebensverhältnisse, Gastfreundschaft und Ablehnung, Fremdsprachen und andere Kulturen einzulassen. Doch unterscheidet es sich von einer Fernwanderung oder Expedition dadurch, dass es zuerst um einen inneren, spirituellen Weg geht. Pilgern ist ein geistliches Üben, das durch das langsame Gehen, die Verwundbarkeit und das Einüben von Vertrauen geprägt ist. Zudem setzt sich der Pilger dem Ziel, dem heiligen Ort aus: dem irdischen Jerusalem mit seiner biblischen Geschichte und dem himmlischen Jerusalem, das der Visionär Johannes in der Apokalypse des Neuen Testament geschaut hat.