Et jet ene rechtije Schlössel doför, öm d’r riichdom ze verstooeh, e dem Dieter Kaspari denkt, werkt en schafft: ene janze Klättsch va Sproeche. De ïeschte es sing Modderesproech, et Oecher Platt. Heä es en Oche jebore än jrueß wooede. Heä es domët opjewahße. Et es än blivt de Sproech vöör si Jeföihl, in der heä sengt en sich op der Büehn vermaht. Heämet-Blues. „Blues mich jet“ – e Späl met Wöet en met Músik.
Wer von sich sagt, er sei mit zwölf Jahren „vom Rock’n’Roll zum Blues gewechselt“, offenbart: Musik ist für ihn eine Sprache mit vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten. Dessen Lieder tragen einen unverkennbaren Stil, sie singen von der eigenen Erfahrung, vom eigenen Erleben.
They also sing about what is to be discovered in the different genres of music. Being born shortly after the end of World War II, Dieter Kaspari was puzzled about the British restriction of German people. It took him a while to understand the roots lying in the then recent political and military past. So the 18-year-old decided to cross the ocean to let the British impress him. He experienced London as the town pulsing and sounding with rock and blues. Inspired by Jethro Tull, Fleetwood Mac, or Emerson, Lake & Palmer, in those days yet unknown bands he listened to in 1960s’ London, he founded his own ones back in Aachen as the “Cave Dwellers” or “Credo”.
Ein großes Credo an die Schönheit der Welt, wie sie ist, davon spricht die Fotografie von Dieter Kaspari. Neben der Musik ist sie seine Profession. Dahinter steckt alles, was dazugehört: Ausbildung und Auftrag, Komposition und Kommerz, auch und lange Zeit die Werbefotografie, etwa mit dem Schauspieler Mario Adorf für die Aachener und Münchener Versicherung, heute Generali.
Fotografie als seine Sprache hat mit Einstellung und Entwicklung zu tun, technisch wie persönlich. Sie bildet die Weite und wilde Schönheit der Natur im Hohen Venn ab und, morgens auf den Spaziergängen mit Hund, in der eigenen Umgebung. Bevor die Zeche schloss, hielt er für den Eschweiler Bergwerksverein (EBV) im Bild fest, wie die Grube Anna in Alsdorf die Landschaft und das Leben der Menschen prägte. Der Bergmannssohn Dieter Kaspari zeigt die eindrucksvollen Gesichter von Menschen, die in den Kohlegruben schwarz gezeichnet wurden, und die raue Ästhetik von Industriebauwerken über den Bergbau hinaus: Relikte und Ruinen der frühen Industrialisierung hat er mit seiner Linse gleich hinter der belgischen Grenze erfasst, im Wesertal zwischen Eupen und Verviers. Es ist selten, dass jemand diese Variationsbreite an Motiven in ein Gespräch mit denjenigen bringen kann, die sie betrachten.
Diese Ausstellung ist eine große Einladung, Leben und Werk von Dieter Kaspari, vor allem aber seine Persönlichkeit in all seinen Sprachen wahrzunehmen.
Dr. Angela Reinders, Direktorin der Akademie des Bistums Aachen
Ausstellungseröffnung mit Akkordeonklängen
Die Eröffnung wurde begleitet von HeJoe Schenkelberg.